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Nachhaltigkeit

ORAÉ - Low carbon glass

SAINT-GOBAIN GLASS bringt ORAÉ auf den Markt, das erste CO2-reduzierte Glas.

7 kg CO2-eq/m2: Das ist in etwa der CO2-Fußabdruck des neuen Flachglases von SAINT-GOBAIN bei einer Dicke von 4 mm*. Dieser Wert liegt rund 40 Prozent unter dem bisherigen Durchschnitt der in Europa produzierten Gläser des Unternehmens. Diesen Schritt machten zum einen umfangreiche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bei SAINT-GOBAIN sowie erfahrene Produktionsteams in den Werken möglich. Zum anderen wird dieser Meilenstein durch den Einsatz von regenerativen Energien und Scherbenglas erreicht. Letztere nehmen durch neue Kooperationen im Bereich des Glasrecyclings weiter an Fahrt auf.

 

Der Name ORAÉ® ist von Horae abgeleitet. Als Göttinnen der griechischen Mythologie stehen die Horen (lateinisch Horae) für die Jahreszeiten und übergeordnet für den Wandel der Zeit. Saint-Gobain Glass wählte diesen Namen, weil es das neue Produkt als game-changer versteht, als Schritt in eine neue Ära der Nachhaltigkeit.

Beschreibung

Ein Schlüssel für den reduzierten CO2-Fußabdruck des neuen Basisglases namens ORAÉ ist der hohe Anteil an recyceltem Glas. Im Zuge seiner europaweiten Initiative konnte SAINT-GOBAIN den eingesetzten Scherbenanteil in der Produktion auf 70 Prozent erhöhen, davon stammen 55 Prozent aus externen Quellen, sogenannte post-consumer cullets. Dabei ist wichtig zu wissen, dass der bisherige Scherbenanteil der regulären Produktion dadurch nicht gemindert wird. SAINT-GOBAIN bringt mit ORAÉ ein CO2-reduziertes Glas als Standardprodukt auf den Markt. Ein weiterer wichtiger Baustein der übergeordneten Strategie des Konzerns auf dem Weg zur Klimaneutralität 2050. Für SAINT-GOBAIN ist die Entwicklung von ORAÉ ein großer Schritt zu einem umfangreichen Portfolio an CO2-reduzierten Gläsern.

Um eine zeitnahe und zuverlässige Versorgung des Marktes mit dem CO2-reduzierten Glas sicherzustellen, werden seit Anfang des Jahres gezielte ORAÉ Produktionskampagnen in Frankreich, Deutschland und Spanien gefahren. Im ersten Schritt wird die  die Produktfamilie COOL-LITE XTREME auf demneuen Basisglas ORAÉ angeboten. Das Sonnenschutzglas COOL-LITE XTREME ORAÉ verknüpft Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit auf hervorragende Weise. Es verringert die CO2-Emissionen, die durch Kühlen, Heizen und Kunstlichteinsatz beim Betrieb eines Gebäudes entstehen, und zugleich sind die im Produkt eingebetteten Emissionen deutlich reduziert. Das CO2-reduzierte Glas wird hauptsächlich für den Fassadenmarkt erhältlich sein und kann sich positiv auf die Bewertung von Greenbuilding-Zertifikaten wie DGNB, LEED oder BREEAM auswirken.

Eine 2022 gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Arup durchgeführte Studie hat gezeigt wie wichtig es ist, die Parameter gemeinsam zu berücksichtigen und entsprechend darauf einzuwirken, um den CO2-Fußabdruck von Gebäuden zu verringern. [Studie: „Carbon Footprint of facades: significance of glass”, conducted by Arup in partnership with Saint-Gobain Glass 2022]

ORAE Tabelle

 

Innovation unter dem Motto: „Grow & Impact“

Die genauen Umweltdaten von ORAÉ werden derzeit extern geprüft und stehen Anfang 2023 bereit. Dies geschieht im Rahmen einer von neutralen Dritten verifizierten EPD, einer Umweltproduktdeklaration auf Basis entsprechender internationaler Normen. Die aktuellen Angaben zum Recyclinganteil erfolgen auf Grundlage der internationalen Norm ISO 14021:1999. Darüber hinaus bereitet das Unternehmen eine Cradle-to-Cradle-Zertifizierung vor.

Um seine Kunden bei der Planung nachhaltiger Gebäude zu unterstützen, integriert SAINT-GOBAIN die EPD von ORAÉ in das Konfigurationstool Calumen. Mit diesem Tool können Kunden in der Planungsphase eines Gebäudes bereits den CO2-Fußabdruck einer kompletten Isolierglaseinheit berechnen.. Dies ermöglicht es, zu einem frühen Zeitpunkt Alternativen zu prüfen und eine präzise Grundlage für Entscheidungen in Sachen Nachhaltigkeit zu schaffen.

ORAÉ Logo

 

Im Markt erzeugt das neue Glasangebot eine ausgesprochen positive Resonanz. Das zeigen aktuelle Projekte von drei großen Immobilienunternehmen:

  • Bouygues Immobilier wird ORAÉ in seinem Bürogebäudebetrieb „Kalifornia“ einsetzen (Hauts-de-Seine, Frankreich)
  • Icade Santé wird es in der „Le Parc“-Polyklinik der Elsan-Gruppe in Caen einbauen (Calvados, Frankreich)
  • Nexity wird es beim Sanierungsprojekt „Carré Invalides“ verwenden (Paris, Frankreich).

Alle drei Projekte zeichnen sich durch ehrgeizige Umweltziele aus.

*Scope 1 = direkte Emissionen (Energie und Prozesse in der Produktion), Scope 2 = indirekte Emissionen im Zusammenhang mit der gelieferten Energie (Strom, Heizung etc.)

Technisches Datenblatt

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